Stadtkirche (1. Hälfte 13. Jahrhunderts)
Die Stadtkirche wurde als spätromanischer Bau um 1230 an die Stelle des um 1144 gegründeten Prämonstratenserstifts errichtet. Die flachgedeckte Anlage aus Backstein mit eingezogenem Chor (1. Hälfte 13. Jahrhundert), den westlichen Fachwerkdachturm (17. Jahrhundert) und der Sakristei (1. Hälfte 19. Jahrhundert) besitzt eine spätromanische Gliederung nach dem Vorbild der Klosterkirche im Ort. Der abgeschrägte Sockel, die Eck- und Wandlisenen, der Rundbogenfries und der durch späteres Verputzen überwiegend verdeckte Zahnschnittfries ist charakteristisch. Im Inneren sind folgende Elemente erhalten: der gedrückte spitzbogige Triumphbogen auf profilierten Kämpfern und die alte Balkendecke. Weiterhin sind besonders sehenswert die hölzerne Hufeisenempore aus dem 17. Jahrhundert, die Kanzel aus dem 18. Jahrhundert, Figurengrabsteine in Ritzzeichnung aus der Mitte des 16. Jahrhunderts und Reliefgrabsteine aus den Anfängen des 17. Jahrhunderts. An der Südseite des Chores kann man ein prächtiges Renaissance-Epitaph für Amtmann M.v. Arnstedt und seine Frau (1609).
Öffnungszeiten: Mai-September nach Anmeldung im Klostermuseum, 39319 Jerichow, Tel. 03 93 43/2 85
Führungen: nach Anmeldung bei Gruppen ab 10 Personen
Parken: auf dem Parkplatz vor der Kirche
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