Dorfkirche
Im Jahre 1212 wurde der spätromanische Backsteinbau, als querschiffslose Basilika von sechs Jochen, mit längsrechteckigem Chor, halbkreisförmiger Apsis breitem Westquerturm, geweiht. Der Einfluss des Baustils der Jerichower Klosterkirche ist bei der Ausführung des Baus unverkennbar. Hier kann man Schmuckformen und Gliederungselemente in sorgfältiger Ausführung finden. Im Dreißigjährigen Krieg entstanden Schäden an der Kirche, die in der Zeit von 1665-1712 beseitigt wurden. Gut erhalten blieb aber der ursprüngliche Zustand des Mauerwerks dabei. Im barocken Stil wurde der Raum eingerichtet. Das spitzbogige Tonnengewölbe des Chores schneidet in die hochsitzenden Fenster ein. An der Nordseite des Chores war die ursprüngliche tonnengewölbte Sakristei. Erst 1743 wurde die jetzige an die Südseite angefügt (vorher Fachwerkbau). Barocken Ursprungs ist das im Mittelschiff befindliche Spiegelgewölbe mit Stuckdekor. Ein lebensgroßer hölzener Kruzifix ist erhalten geblieben. Er zählt durch die Datierung um 1212 und die Ausführung zu den bedeutendsten Werken der spätromanischen Plastiken. Der Taufstein aus den Anfängen des 13. Jahrhunderts gehört zu den weiteren Sehenswürdigkeiten im Inneren. Weiterhin sind in diesem Zusammenhang die barocke Ausstattung Ende 17. Anfang 18. Jahrhundert zu der der hölzerne Altaraufsatz, die reichgeschnitzte Kanzel und Herrschaftsempore an der Nordseite des Schiffs zu benennen.
Öffnungszeiten: nach Absprache mit dem Pfarramt, Evangelische Kirchengemeinde Schönhausen, Fontanestraße 11, 39524 Schönhausen, Tel./Fax 2 06
Führungen: nach Anmeldung (telefonisch), Tel. 7 01 und 4 90
Parken: unmittelbar in der Nähe der Kirche sind Parkplätze vorhanden
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