XII. Arendsee

Benediktiner-Nonnenkloster (1184)

1184 wurde das Kloster von dem Markgrafen Otto I. gestiftet. 32 Jahre vor der Vollendung des Klosterkirche, wurde der Bau geweiht. Sie ist eine der größten Backsteinkirchen der Altmark mit einer Länge von knapp 50 m (genau 49,5 m). Dem Betrachter des Bauwerkes fällt sofort die Kreuzform auf. Stilistisch steht die vollständig gewölbte Pfeilerbasilika (romanischer Bau) mit ursprünglich 3 Apsiden zwischen der Klosterkirche in Jerichow und der Kirche in Diesdorf. Als Schmuck an der Ost- und Südseite zeigen sich aus Lisenen entwickelnde Kreuzbandfriese mit zum Teil doppeltem Zahnschnitt darüber. Mit verlaufenden Graten ist das großzügige Innere über dem Mittelschiff, dem Chor mit einem kuppeligem Gewölbe und dem Querschiff versehen. In den Seitenschiffen ist ein Tonnengewölbe vorhanden. Erst im 15. Jahrhundert wurde die sogenannte Nonnenempore und der darunter befindliche frühere Kapelle angebaut. Hier in diesem Anbau kann man gotische Spitzbogen finden, denn im Gegensatz sind alle Bögen des Baues rundbogig. Aus der Restaurierung um 1850 sind die Kanzel und die Orgelempore. Der Schnitzaltar stammt aus den Jahren 1370/80. Der heute an der Südseite des Chores befindliche ungefasste Kruzifixus war frühgotisch (1240). Weitere Sehenswürdigkeiten dieses Bauwerkes sind der spätromanische achteckige Taufstein und die zahlreichen spätromanischen Schnitzfiguren auf der Nonnenempore. An der Nordseite der Kirche sind das ehemalige Hospital und der südwestliche Kreuzgang noch völlig erhalten. Des weiteren sind noch verschiedene Teile, wie z. B. die Außenmauer des Ostflügels (Kapitelsaal, Dormitorium), die Innenmauer des die Klausur zum See hin abschließenden Nordflügels (u. a. Küche, Refektorium, Klausuren) sowie Mauerteile des Wirtschaftsgebäudes erhalten. Am See sind noch Reste der einstigen Klostermauer zu sehen. Neben der Kirche ist ein freistehender Kluthturm (Glockenturm), der ebenfalls zum Klosterkomplex gehört.

Öffnungszeiten: Mai-September: Dienstag-Sonntag 14:00-17:00 Uhr

Führungen: Dienstag 10:00 und Donnerstag 14:30 Uhr, außerhalb der Zeiten nach Anmeldung beim Evangelischen Pfarramt, Tel. 03 93 84)2 26

Parken: ca. 300 m vom Bauwerk entfernt in der Friedensstraße

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