St. Petrikirche (1150)
Der querrechteckige Westturm ist vom romanischen Bau des 12. Jahrhunderts noch erhalten. Die Bauausführung aus Bruchsteinquadern bzw. hammerrechtem Bruchstein unterstreicht den Charakter einer wehrhaften Dorfkirchanlage. Dieser Typ des Baustils ist vielen Landkirchen der Umgebung Magdeburgs eigen. Der obere Teil ist durch Ecklisenen und Bogenfriese gegliedert, unten ist der Turm geschlossen. Lichtquellen sind zwei Rundfenster und gepaarte Schallöffnungen auf Säulchen mit Würfelkapitellen und Sattelkämpfer im Glockengeschoss. Das Erdegeschoss des Turms besitzt (zum Schiff geöffnet) im Inneren zwei Rundbögenfenster mit doppelten Keilsteineinlagen. 14000 wurde das Langhaus zu einer dreischiffigen Halle von fünf Jochen mit einschiffigem Chor umgebaut. Beeinflusst wird die Architekturgliederung durch die Strenge der Raumwirkung.
Öffnungszeiten: |
täglich geöffnet |
Führungen: |
nach Absprache mit dem Pfarramt, Tel. 03 91/55 16 51 |
Parken: |
begrenzt an der Kirche und Parkplatz am Schleinufer-Petriförder |
St. Sebastiankirche (11. Jahrhundert)
Die einstige Stiftskirche ist heute eine katholische Kathedral- und Propsteikirche des etwa gleichzeitig mit dem Liebfrauenstift durch Erzbischof Gero nach 1015/16 gegründeten Kollegiatstifts. Romanische Reste des Querhauses wie der zweitürmige Westbau sind von der flachgedeckten kreuzförmigen Basilika aus der Mitte des 12. Jahrhunderts noch erhalten. Gemeint sind in diesem Falle Teile der östlichen und südlichen Wand des südlichen Querarmes mit den zugemauerten rundbogigen Fensterpaaren des Querhauses. Weiterhin ist auch die Vierung mit kreuzförmigen Pfeilern und deren Kämpfer mit Schachbrettmuster und Palmettenverzierung zu benennen. Den westlichen Eingang im Westbau gab es ursprünglich nicht. Aus dem 19. Jahrhundert stammt das heutige Portal und die Bronzetür aus dem 20. Jahrhundert. Mit einer Reihe rundbogiger Schallarkaden ist das oberste Geschoss des Mittelbaus versehen, die allerdings jetzt vermauert sind. Im 17. Jahrhundert erhielten die Türme die barocken Zwiebelhauben, nach der Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg. Nachträglich wurde das Kreuzrippengewölbe im Erdgeschoss des Westbaus eingefügt. Der Umbau zur Hallenkirche erfolgte im 14. und 15. Jahrhundert. Wesentlichen Einfluss auf die Raumwirkung hat die Beibehaltung der romanischen Grundrissproporttionen.
Öffnungszeiten: |
täglich von 9:00 bis 17:00 Uhr |
Führungen: |
nach Absprache mit dem Pfarramt, Tel. 03 91/5 90 10 |
Parken: |
begrenzte Parkmöglichkeiten am Objekt und Parkplatz hinter der Hauptpost |
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