Die Burg Rabenstein bei Raben zählt zur den eindrucksvollsten Burgen im Hohen Fläming und liegt 153 m hoch auf dem "Steilen Hagen" und kündet vom einstigen Leben der Ritter. Das Prachtstück des mittelalterlichen Burgenbaus wurde im 12 Jahrhundert im Namen und Auftrag der Belziger Grafen gegründet, in der Nähe der Heer- und Handelsstraße von Belzig nach Wittenberg. Die Burg aus Granitquadern und Feldsteinen ging zu Beginn des 14. Jh. in den Besitz der Familie von Oppen über. Wie auch die Burg Eisenhardt in Belzig wurde auch die Burg Rabenstein im 15./16. Jh. von Schweden im Dreißigjährigen Krieg zerstört. 1712 wurde die Burg von Zar Peter I besucht. Dem schwedischen Kronprinzen Bernadotte diente sie im Kampf der alliierten Nordarmee gegen die napoleonischen Truppen im Jahre 1813 als Hauptquartier. Ab 1945 wurde sie als Försterei und Forstschule genutzt. Seit 1956 war sie Jugendherberge. Die Besucher sind von Torhaus und Bergfried mit Kapelle beeindruckt. Letztere entstand 1717 aus einer Rüst- und Waffenkammer. Seit kurzen finden in der Burg wieder Trauungen statt. Nach Besichtigung des Rittersaat (heutiges Jugendgästehaus), Brunnen, Scheune und Backhaus kann der Besucher einen Rundgang um die Außenmauern machen. Wer bei dem Aufstieg auf den 28 m hohen Turm (ca. 100 Stufen) nicht auf die Spuren der unsichtbar verbannten Rosemarie aus der Sage gestoßen ist, wird belohnt mit einem herrlichen Blick über das Planetal und die ausgedehnten Wälder. Der Eintritt zum Besteigen des Turmes beträgt 2,00 DM pro Erwachsenen.
Die Rosmariesage
|